Freitag, 28. Dezember 2012

A night person's daily problems


Dass ich ein Nachtmensch bin, dürfte so ziemlich jedem hinreichend bekannt sein. Die Nacht ist einfach perfekt geeignet, wenn man gerne schreibt, zeichnet oder einfach nur irgendein sinnloses Spiel zocken möchte. Deswegen schätze ich das wirklich. Nachts ist man vollkommen ungestört, hat seine Ruhe, wird nicht gestört – denn wer würde schon um diese Uhrzeit etwas von einem wollen? Diese Ruhe ist wirklich etwas besonderes, das Beste, um sich kreativ zu betätigen. Und man muss bedenken, die Nacht ist lang. Das ist alles Zeit, die man nicht ungenutzt verstreichen lässt.

So viel zu den Vorteilen. So schön das alles auch klingen mag, Nachteile gibt es leider noch mehr, weshalb es wirklich störend ist, wenn man sich erst gegen Mitternacht wirklich wohl in seiner Haut fühlt.
Zunächst einmal ist es verdammt unpraktisch. In den Ferien einfach nur toll, aber ansonsten... Der Schulbeginn ist nämlich leider nicht auf 23 Uhr angesetzt, sondern auf acht Uhr. Dementsprechend gehe ich während der Schulzeit jeden Tag um 22 Uhr ins Bett. Vielleicht ist das etwas früh, wenn man bedenkt, dass ich bald sechzehn werde, aber eigentlich eine vernünftige Regelung. Das Problem ist nur, dass mein Körper das anders sieht. Um diese Uhrzeit bin ich noch hellwach. Immer.
Ins Bett gehe ich natürlich trotzdem, denn das ist einem gesunden Schlaf immer noch am förderlichsten, nicht wahr? Und dann geht es los, das Warten. Ich liege da einfach nur rum. Und nein, ich schlafe nicht nach zehn Minuten ein. Obwohl, manchmal schon, wenn ich Glück habe, aber das ist eher die Ausnahme und impliziert, dass mein Tag extrem anstrengend war. Irgendwann schlafe ich natürlich ein, ja. Um am nächsten Morgen total verpeilt und müde aufzustehen. Gegen viertel vor sieben. Und dann ist der Tag gelaufen.
So gesehen ist das mit der Schule wirklich für die Katz, jedenfalls mit den Uhrzeiten. Ich gehe gerne zur Schule. Sehr gerne sogar. Ich nehme sogar zusätzliche vier Stunden am Physik- und Werte und Normen-Unterricht der neunten Klasse teil, einfach nur, weil ich Spaß daran habe. Aber dadurch, dass ich so früh aufstehen muss, empfinde ich das ganze doch als störend. In England, Schweden und Japan waren die da flexibler, der Unterricht beginnt immerhin erst gegen neun Uhr. Das ist ein Anfang.
Tatsächlich ist es so, dass ein Nachtmensch nichts dafür kann, wenn er ein solcher ist. Einige haben eventuell schon mal von der Studie zu diesem Thema gehört. Laut dieser Studie gibt es so genannte A-Menschen und – quasi als Gegenpol – B-Menschen. Letztere machen einen Anteil von 15-25% der Gesamtbevölkerung aus. Das Problem ist nur, dass man als B-Mensch wirklich nicht in die Gänge kommt. Es gibt mehrere Lösungen, wie zum Beispiel die eiskalte Dusche nach dem Aufstehen oder meinen geliebten Kaffee, aber ist das wirklich so effektiv? Wer sich für die Thematik interessiert, kann hier nochmal alles nachlesen.

Aber gut, jetzt sind Ferien und die gilt es zu genießen, denn sie bedeuten Freiheit für B-Menschen. Da kann man es sich schon mal leisten, bis spät in der Nacht an einer Geschichte zu schreiben oder sich anderweitig zu beschäftigen, denn schlafen darf man ja bis in die Puppen. Noch so ein Punkt: Als B-Mensch ist es extrem schwer, rechtzeitig aufzustehen, um mit der Familie zu frühstücken – wenn man das vor dem Mittagessen überhaupt schafft! In diesem Sinne:

SEIZE THE NIGHT!

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